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TÜV (HU/AU)

Alles rund um die Hauptuntersuchung – Tipps und nützliche Infos

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    Unsere Tabellen basieren auf den Original Herstellerdaten

Alle zwei Jahre steht der TÜV an. Eigentlich ist es nicht der TÜV, sondern die Hauptuntersuchung und die Abgasuntersuchung. Der TÜV ist genau genommen nur eine Überwachungsorganisation, die das Fahrzeug prüft. Alle Infos zum Thema Kosten, Plakette und abgelaufener TÜV.

  • Wie viel kostet der TÜV?
  • Wann muss ich zur Nachuntersuchung und wie viel kostet das?
  • was passiert, wenn ich den TÜV überziehe, also ohne TÜV fahre?
  • Checkliste für Hauptuntersuchung
  • Was wird bei der Abgasuntersuchung gemacht?

TÜV Kosten

TÜV Kosten


„Neuwagen nach 3 Jahren zum TÜV, danach alle 2 Jahre“

Wie viel kostet der TÜV?

Neue Autos müssen erst drei Jahre nach der Erstzulassung zur Hauptuntersuchung, danach gilt der 2-Jahres-Turnus.

Die Kosten für den TÜV sind deutschlandweit nicht einheitlich. Während TÜV Nord, TÜV Süd, DEKRA und KÜS ungefähr 110 € für die Abnahme verlangen, nimmt ATU 90 € für die Untersuchung.  Die Preisspanne reicht insgesamt von günstigen 75 € bis hin zu 150 €, abhängig von der Region und der Werkstatt. Aus diesem Grund lohnt es sich, die Angebote der Werkstätten in deiner Region unter die Lupe zu nehmen.

Am Preis alleine lässt sich die Wahl der Werkstatt allerdings nicht einfach festmachen. Auch beim Ablauf unterscheiden sich die Betriebe:

  • Zum TÜV, Dekra oder KÜS kannst du während der Öffnungszeiten ohne Termin fahren. Bei der Gelegenheit kannst du mit dem Prüfer das Auto anschauen. Er kann dir Fragen beantworten oder dir zeigen, wo was nicht in Ordnung ist. Bei Mängeln bekommst du die Plakette erst, wenn du sie beseitigt hast und das Auto danach erneut vorführst.
  • Werkstätten haben normalerweise keinen eigenen Prüfer, es kommt an einem Tag in der Woche ein Gutachter ins Haus. Deshalb fährst dein Auto am Vorabend in die Werkstatt und holst es am nächsten Tag wieder ab. Bei der Untersuchung bist du üblicherweise nicht dabei. Bei Mängeln wird die Werkstatt bei dir anrufen und dir die Reparatur anbieten, damit du noch deine Plakette bekommst.

TÜV Nachuntersuchung

Wann muss ich zur Nachuntersuchung und wie viel kostet das?

Nachuntersuchung beim TÜV


„Innerhalb eines Monats zur Nachuntersuchung!“

Wann muss ich zur Nachuntersuchung und wie viel kostet das?

Nicht wegen jedem Mangel musst du zur Nachuntersuchung. Die Mängel sind in unterschiedlichen Klassen gestaffelt:

  • Geringer Mängel (GM): Du musst normalerweise nicht zur Nachuntersuchung, du bekommst direkt die Plakette. Du bist allerdings verpflichtet, den Mangel so schnell wie möglich zu beseitigen. Ein geringer Mangel ist beispielsweise eine kaputte Glühbirne.
  • Erheblicher Mängel (EM): Das Fahrzeug muss innerhalb eines Monats repariert bei der Nachuntersuchung vorgeführt werden, bis dahin bekommst du deine Plakette nicht. Verpasst du die Frist, dann musst du wieder die komplette HU und AU durchlaufen und die vollen Gebühren ein zweites Mal bezahlen. Einen erheblichen Mangel stellen beispielsweise abgefahrene Reifen dar.
  • Verkehrsgefährdende Mängel (VM): Es sind nur noch Fahrten erlaubt, die zur direkten Behebung des Mangels dienen, zum Beispiel bei ausgefallenen Bremslichtern. Innerhalb eines Monats musst du das Fahrzeug bei der Nachuntersuchung vorstellen.
  • Verkehrsunsicher (VU): Stuft der Gutachter das Fahrzeug als „verkehrsunsicher“ ein, wird die bisherige Prüfplakette entfernt, das Fahrzeug vor Ort stillgelegt und die örtlich zuständige Zulassungsbehörde benachrichtigt.

Die Nachuntersuchung kostet 15 bis 30 €.

TÜV überziehen

TÜV überziehen


„Pünktlich zum TÜV – für deine Sicherheit“

Darf ich den TÜV für einen bestimmten Zeitraum überziehen?

Generell ist das Überziehen der HU nicht gestattet und dafür muss der Fahrzeughalter sorgen. Die Prüfstelle ist nicht zuständig für die abgelaufene Prüfplakette Bußgelder zu erteilen. Fällt der Polizei auf, dass dein TÜV überzogen ist, dann kostet das nach zwei überfälligen Monaten 15 €, nach vier Monaten 25 € und nach acht Monaten 60 € und einen Punkt.

Seit 2012 datiert der Prüfer die Plakette nicht mehr auf den Monat zurück, in dem der TÜV fällig war. Bei einem Versäumnis von über zwei Monate wird dafür ein Aufschlag von 20 % für die „erweiterte Prüfung“ fällig.

    Fahren ohne TÜV

    Was passiert, wenn ich ohne TÜV fahre?

    Fahren ohne TÜV Polizeikontrolle


    „Niemals ohne Kfz-Versicherung fahren!“

    Was passiert, wenn ich ohne TÜV fahre?

    Fahren ohne TÜV ist generell nicht erlaubt. Aber wie sieht es bei der Überführung mit einem roten Kennzeichen aus oder mit einer Fahrt in die Werkstatt oder zum TÜV?

    Wenn du ohne gültige Plakette in die Werkstatt oder zum TÜV in deiner Nähe fährst und dich vorher von der Verkehrstauglichkeit des Fahrzeuges überzeugt hast, ist das zulässig. Es kann zwar ein Bußgeld verhängt werden, falls du unterwegs in einer Verkehrskontrolle auffliegst. Normalerweise wird davon abgesehen, wenn du nachweisen kannst, dass du beim TÜV oder in der Werkstatt einen Termin hast. Mit dem roten Kennzeichen verhält es sich ähnlich: Ohne Plakette nur direkt zum nächsten TÜV oder zur nahegelegenen Werkstatt. Allerdings muss in beiden Fällen das Fahrzeug versichert sein.

    Der Versicherungsschutz deiner Kfz- Versicherung gilt auch bei abgelaufener Plakette. Sollte sich jedoch herausstellen, dass der Unfall durch einen Mangel entstanden ist, der beim TÜV beanstandet worden wäre, dann kann die Versicherung eventuell von dir Kosten einfordern.

    Checkliste für HU

    Checkliste für den TÜV


    „Viele Punkte kannst du vorab schon selbst kontrollieren!“

    Was wir beim TÜV geprüft und untersucht?

    Bei der Hauptuntersuchung wird die Verkehrstauglichkeit des Fahrzeuges überprüft. Um dein Fahrzeug auf den TÜV vorzubereiten, kannst du vorab schon vorab die einzelnen Komponenten auf Funktion und Mängel checken:

    • Frontscheibe
    • Wischanlage, Scheibenwischer
    • Rückspiegel
    • Leuchten, Gehäuse, Rücklichter
    • Reflektoren Scheinwerfer
    • Leuchtweitenregulierung
    • Batterie
    • Hupe
    • Lenkung
    • Bremsen, Bremsflüssigkeit
    • Räder und Reifen
    • Tragende Teile Rost
    • Dichtigkeit: Motor, Getriebe, Stoßdämpfer, Kraftstoffleitungen
    • Aupuff dicht, Befestigung intakt
    • elektrische Leitungen
    • Fehlermeldungen
    • Warndreieck, Verbandkasten vorhanden
    • Tachometer, Lenkradschloss
    • Papiere stimmen mit Fahrzeug überein
    • Kennzeichen: lesbar, gut befestigt

    Ablauf AU

    Wie läuft die Abgasuntersuchung ab?

    Wie läuft die AU ab?


    „Stimmen die Abgaswerte nicht, gibt’s keine Plakette!“

    Wie läuft die Abgasuntersuchung ab?

    Bei der Abgasuntersuchung wird gemessen, ab die Auspuffanlage die Umweltvorschriften erfüllt:

    Nachdem der Auspuff optisch auf Mängel untersucht wurde, schließt der Prüfer das Fahrzeug an den Abgastester an. Dann gibt er die Fahrzeugdaten in das Messgerät ein. Nun wird der Motor auf Betriebstemperatur gebracht und die Abgaswerte im erhöhten Drehzahlbereich und in der Leerlaufdrehzahl mit einer Sonde im Auspuff gemessen. Zum Abschluss gleicht das Gerät die Sollwerte mit den gemessenen Werten ab. Stimmen die Werte weitgehend überein, dann ist die AU bestanden. Werden die Toleranzen überschritten, dann wird keine Plakette erteilt und das Fahrzeug muss erneut vorgeführt werden.

    TÜV Plakette richtig lesen

    TÜV Plakette lesen

    „Der Monat steht oben, das Jahr in der Mitte.“

    So siehst du mit einem Blick, wann der TÜV fällig ist:

    • Im Zentrum der Plakette steht das Jahr, in dem die nächste HU und AU fällig sind.
    • Der Monat steht in der 12-Uhr-Position, also oben.

    Die Farbe der Plakette wechselt jährlich, dabei wiederholen sich die Farben alle sechs Jahre. Anhand der Farbe und der Position des dicken schwarzen Balkens zwischen November und Januar (11-12-1) kann ein Polizist aus mehreren Metern Entfernung das Ablaufdatum der Plakette erkennen.